Warum ich als neurodivergente Copywriterin auf ethisches Marketing setze
„Marketing ist manipulativ. Ich will niemanden überreden.“
Kommt dir das bekannt vor?
So ging es auch mir. Ich habe unzählige Marketing- und Copywriting-Ausbildungen gemacht.
Immer in der Hoffnung, den „richtigen“ Weg zu finden. Ich dachte “irgendwann muss der verdammte Knoten doch platzen. Irgendwann muss mir Marketing leicht fallen.
Spoiler:
Das ist nicht passiert, stattdessen immer wieder Methoden, die sich falsch und unehrlich anfühlten. Egal in welche (meist englischen) Buzzwords diese verpackt waren
Mindful • heart-centered • values-based Copywriting
Sustainable • authentic • aligned • soulful • human-first Marketing
– es waren immer die gleichen Taktiken.
Irendwann kamen Sätze wie:
„Warum hörst du nicht einfach auf?“
„Es passt einfach nicht zu dir, seh es ein.“
„Online-Business ist halt ein Scam.“
Ganz ehrlich? Ich war kurz davor, das zu glauben und alles hinzuschmeißen.
Ich bin halt einfach nicht für die Online Business Welt gemacht. Bin ich auch nicht, zumindest nicht für die, mit der ich mich immer wieder verglichen habe.
Der Wendepunkt: Verkaufen offline vs. online
Ich habe über 20 Jahre Arbeitserfahrung, habe 14 Jahre meinen eigenen Store in Oslo geleitet, Verkaufen war nie ein Problem.
Warum? Weil es dort so lief:
- zuhören,
- Bedürfnisse ernst nehmen,
- passende Lösungen anbieten.
Ohne Druck, ohne Spielchen.
Der Knoten platzte – Warum sollte das online anders sein?
Dieser Gedanke hat alles verändert.
Marketing fühlt sich nicht schlecht an, weil es böse ist.
Es fühlt sich schlecht an, weil wir niemandem etwas vormachen wollen.
Wir wollen keine unerreichbaren Versprechen geben.
Wir wollen nicht, dass sich unsere Kund:innen nach dem Kauf verarscht fühlen.
Uns wird eingeredet, wir müssen das Angebot groß machen, größer als es ist. So groß, dass wir es am Ende nicht mehr fühlen.
Du kennst sicher selbst:
- Online-Kurse, die „alles verändern“ sollten und am Ende nur Basics wiederholen
- Apps, die versprechen, dich in 7 Tagen produktiver zu machen
- Fitness-Abos mit „sofort sichtbaren Ergebnissen“, die in der Realität kaum jemand erreicht
- „exklusive“ Angebote, die es angeblich nur heute gibt, die aber immer wieder auftauchen.
- Coaching-Programme, die dich „garantiert zum 6-stelligen Business“ bringen
- Detox-Tees, die Wunder für Haut, Schlaf und Energie versprechen
- Technik-Gadgets, die dein Leben „radikal vereinfachen“ und am Ende in der Schublade landen
- Selbsthilfebücher, die „das eine Geheimnis“ verkaufen und nur Blabla enthalten
- Chips mit „tausend und einer Nacht Umami-Explosion“ – die dann einfach nach Paprika schmecken.
Wir sind umgeben von Marketing, das täuscht. Wir sind damit aufgewachsen.
Was die meisten Menschen überhaupt nicht in Frage stellen, fühlt sich für neurodivergente Selbstständige aber oft falsch an.
Wir spüren diese Unstimmigkeiten stärker, nehmen Sprache feiner wahr und merken sofort, wenn etwas nicht echt ist. Genau deshalb kommen wir beim Thema Marketing schnell an unsere Grenzen.
Typische Hürden für neurodivergente Selbstständige
- Absagen fühlen sich schnell wie ein persönliches Nein an.
- Texte werden so lange überarbeitet, bis am Ende gar nichts veröffentlicht wird.
- Unbehagen („Marketing fühlt sich einfach nicht gut an.“)
- Zweifel & Unsicherheit („Darf ich das überhaupt so sagen?“ „Bin ich gut genug?“)
- das Gefühl, unehrlich zu sein
- die Angst, aufdringlich zu wirken
- Perfektionismus: Posts oder Newsletter bleiben in der Schublade, weil sie nie „gut genug“ wirken.
- Vergleiche mit anderen rauben Energie und verstärken Selbstzweifel.
Das Ergebnis: Rückzug statt Sichtbarkeit.
Was, wenn Marketing anders sein darf?
Marketing ist nicht automatisch manipulativ, es wird manipulativ, wenn es mit dieser Absicht betrieben wird.
Was, wenn Marketing stattdessen bedeutet:
- ein ehrliches Gespräch führen,
- klar sagen: „Das habe ich. Passt es für dich?“,
- sichtbar werden, ohne dich zu verstellen?
Dann wäre Marketing nichts anderes als menschliche Kommunikation.
Ich mache ethisches Marketing nicht, weil es ein Trend ist.
Sondern weil es meine einzige Chance war, nicht alles hinzuschmeißen.
Heute weiß ich:
- Marketing darf menschlich sein.
- Marketing darf respektvoll sein.
- Marketing darf sich richtig anfühlen.
Genau das gebe ich weiter.
Dein Angebot darf genau das sein, was es ist, ohne falsche Versprechen, künstlicher Verknappungen und andere manipulative Methoden.
Marketing darf sich gut anfühlen
your Business your Choice – your Brand your Voice
Wenn du jetzt denkst: Genau so fühlt es sich für mich auch an, dann bist du nicht allein.
Ethisches Marketing ist kein „Trick“, kein Buzzword und keine Methode, die du dir einfach überstülpst. Es ist eine Haltung, ein Weg, der dir erlaubt, sichtbar zu werden, ohne dich dabei zu verlieren.
Wenn du noch nach Unterstützung im Bereich Copywriting und Marketing suchst, schick mir eine E-Mail hello@mindstonecopy.com oder schreib mich bei Instagram an.
Gemeinsam schauen wir, ob und wie ich dich unterstützen kann.
Du suchst noch nach Business Buddies – Let’s connect @mindstonecopy
